Jens-Christian Magnussen

Jens-Christian Magnussen
Energiepolitik

| Nr. 446/11

zu TOP 31A: Gemeinsam der Husumer Windmesse den Rücken stärken

Wir sprechen hier heute über den von Bündnis 90/ Die Grünen, sowie von den Koalitionsfraktionen CDU und FDP eingebrachten Dringlichkeitsantrag zur HUSUM WindEnergy.

Der Erhalt der Messe Husum und der Fortbestand der HUSUM WindEnergy als weltweit führende Windenergiemesse ist für die CDU in Schleswig-Holstein von höchstem Interesse.

Die HUSUM WindEnergy erwartet auch 2012 wieder rund 1200 Aussteller aus 90 Ländern und über 36.000 Messebesucher.

Für die Top 10 der weltweit führenden Hersteller von Windkraftanlagen aus den USA, Europa und Asien ist die Veranstaltung ein Pflichtermin.

Das sind beeindruckende Zahlen einer hervorragenden Messe und einer Wachstumsbranche mit glänzenden Zukunftsaussichten - insbesondere nach der eingeleiteten Energiewende - in Deutschland.

Als Schaufenster und Marktplatz zugleich bildet die Husum WindEnergy alle zwei Jahre, im Wechsel mit der „Wind“ in Hannover, das wohl beste Umfeld um neue Geschäftskontakte zu knüpfen und schon bestehende weiter zu vertiefen.

Entstanden ist die HUSUM Wind Energy als Kooperation der Messe Husum und der Hamburg Messe Congress GmbH ab 2007, mit der eine Branchenvereinbarung der Windenergieverbände sowie wichtiger Marktteilnehmer umgesetzt wurde.

Standort der Marke HUSUM WindEnergy ist seitdem die Messe Husum.

Das nun diese Marke HUSUM WindEnergy durch die Nichtverlängerung des bis 2012 gültigen Kooperationsvertrages zwischen der HUSUM WindEnergy und eines einzigen Verbandes, dem Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA), wieder zerstört werden soll, ist vor diesem Hintergrund schon schwer verständlich.

Der Verband fordert schließlich nichts anderes als die vollständige Verlegung und Bündelung der Windenergiemesse in Hamburg auf Kosten der Messestandorte Husum und Hannover.

Dabei stelle ich nicht die Vertragsfreiheit eines privatwirtschaftlich finanzierten Branchenverbandes in Frage, der hier seine finanziellen Spielräume versucht auszuloten.

Gänzlich unverständlich wird diese Geschichte erst durch das Verhalten der Hamburg Messe Congress GmbH.

Die Messe Hamburg ist nach wie vor Mitausrichter und damit Kooperationspartner der HUSUMWindEnergy.

Die Eigentümerin der Hamburg Messe Congress GmbH ist über die stadteigene Konzernholding die Freie und Hansestadt Hamburg.

Wenn das so ist, dann frage nicht nur ich mich in diesem Zusammenhang, welche Rolle denn hier der Vorstand bzw. die Geschäftsführung der Hamburg Messe Congress GmbH bei dieser Geschichte gespielt hat und auch jetzt noch spielt, wenn sie in dieser Angelegenheit samt VDMA beim Hamburger Wirtschaftssenator Horch vorstellig geworden sind?

Dass dann aber auch noch der parteilose hamburgische Wirtschaftssenator Horch dieses Ansinnen aufgreift und sich unter Einbeziehung des Senates und des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz in einem Brief an die Windindustrie mit Nachdruck für einen neuen Windenergiemessestandort Hamburg initiativ einsetzt, vermag man im ersten Augenblick nicht zu glauben.

Er begründet dieses Vorgehen mit dem Versuch, die Messe so in Norddeutschland halten zu wollen und stellt dies auch als Chance für den Messestandort Husum dar.

Das ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten.

Wie sollen sich der Messe Husum Chancen durch eine solche Konkurrenzveranstaltung in unmittelbarer räumlicher und zeitlicher Nähe bieten?

Nein, hier wird vom Hamburger Wirtschaftssenator ein Frontalangriff der Hamburg Messe Congress GmbH und des VDMA auf den Messestandort Husum unterstützt, an dessen Ende nur Verlierer in Norddeutschland zu beklagen sein werden.

Der parteilose Wirtschaftssenator Horch scheint sich hier nur allzu gern instrumentalisieren zu lassen, um so vermeintlich Profil in der Hamburger SPD zu gewinnen.

Denn an der nicht vorhandenen Perspektive in Husum kann es jedenfalls nicht liegen.

Denn vor drei Wochen hat der internationale Branchenverband Global Wind Energy Council (GWEC) seine Partnerschaft mit der Husum WindEnergy um zwei weitere Messetermine bis 2014 verlängert.

Die Hamburger SPD nimmt durch ihr Vorgehen nicht nur billigend in Kauf, dass eine funktionierende, wachstumsorientierte Kooperation zwischen den beiden Messestandorten Hamburg und Husum auf Jahre zerstört wird, sondern auch dass in Schleswig-Holstein Arbeitsplätze gefährdet werden.

Die CDU Schleswig-Holstein versteht unter einer Kooperation auf Augenhöhe anscheinend etwas grundlegend anderes als die SPD in Hamburg.

Für die CDU bedeutet Kooperation, dass man mit seinen Partnern offen und fair umgeht zum Wohl der Allgemeinheit.

Diese Weitsicht fehlt der Hamburger SPD und ihrem Wirtschaftssenator offensichtlich in diesem Zusammenhang.

Liebe Genossen von der SPD und allen voran Ihr Vorsitzender Herr Stegner:
wirken Sie dringend auf die Genossen Ihrer Partei in Hamburg so ein, dass sowohl Herr Horch als auch der erste Bürgermeister Scholz derartige Bestrebungen in Zukunft unterlassen.

Auf Grund der zukünftigen vertraglichen Unzuverlässigkeit und dem fehlenden Willen zur Kontinuität des SPD-geführten Hamburger Senats muss die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass die Messe Husum auch in Zukunft eine Perspektive hat.

Deshalb unterstützt die CDU mit der FDP den Dringlichkeitsantrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit der Prämisse einer Intensivierung der Kooperation mit der Hannover Messe und der Veranstaltung „Wind“.

Die HUSUM WindEnergy ist eine wirtschaftlich gesunde und tragfähige Veranstaltung, die als Marke und Aushängeschild einen würdigen Rahmen für die Aussteller und Besucher der weltweiten Leitmesse für Windenergie bildet.

Damit hat die HUSUMWindEnergy die besten Voraussetzungen für eine langfristige Perspektive in Husum.

Die CDU in Schleswig-Holstein wird sich auch weiterhin mit aller Kraft weiter für den Messestandort Husum einsetzen.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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