| Nr. 337/08

zu TOP 29: Gelungenes Stiftungsmanagment trägt Früchte

Sperrfrist: Redebeginn
Es gilt das gesprochene Wort!

Nach der Plenarpremiere im vergangenen Jahr beraten wir nun heute zum zweiten Mal einen Jahresbericht der Stiftung Schloss Gottorf. Für mich ein Indiz, dass hier ein Kulturthema oder besser ein kulturelles Highlight Schleswig-Holsteins sich einen festen Platz im Plenarkalender erobert hat. Als kulturpolitischer Sprecher freue ich mich sehr darüber, zumal wir auch noch über fast nur positive Ergebnisse zu diskutieren haben.

Mein Fazit möchte ich meinem Beitrag voranstellen: Eine Erfolgsgeschichte wurde in 2007 fortgeschrieben!

Ich könnte damit und mit einem Dank an alle Beteiligten schließen. Doch lassen Sie mich auf einige wenige Details des Berichts näher eingehen.

Beginnen wir mit einem Wermutstropfen. Das Kloster Cismar verzeichnete nach einem mehr als zehnprozentigen Zuwachs der Besucherzahlen im Jahr 2006 in dieser Berichtsperiode einen Rückgang um mehr als ein Drittel. Die Orientierung am Länderschwerpunkt Ungarn des Schleswig-Holstein Musikfestivals scheint auf die Besucher trotz intensiver Bewerbung keine besondere Anziehungskraft ausgeübt zu haben. Hier wird man sich sicher Gedanken darüber gemacht haben, die Attraktivität in diesem Jahr zu steigern.

Ein Sorgenkind im Jahre 2006, das Jüdische Museum Rendsburg, dagegen konnte im vergangenen Jahr seine Besucherzahlen um fast zwei Drittel wieder steigern. Das ist umso erfreulicher, handelt es sich doch um die einzige erhaltene Synagoge in Schleswig-Holstein. Bei einem Besuch unseres Fraktionsarbeitskreises in diesem Sommer konnten wir uns von der beeindruckenden Konzeption und den hoch interessanten Exponaten dieses vergleichsweise kleinen Museums vor Ort selbst überzeugen. Ich kann Ihnen allen nur empfehlen, einen Abstecher dorthin zu unternehmen.

Beim Volkskunde Museum scheint sich eine kontinuierliche Weiterentwicklung abzuzeichnen. Die zahlreichen Sonderausstellungen zogen ein Drittel mehr Interessenten als im Jahre 2006 an. Der Ansatz, die bedeutendste Volkskundesammlung in Verbindung zu bringen mit fundierten Präsentationen ethnologischer Fragestellungen und Themen, scheint zu greifen.

Diese Beispiele zeigen aber auch, dass wir sicher auch in der Zukunft mit einem Auf und Ab der Besucherresonanz in den einzelnen Einrichtungen rechnen müssen.

Umso erfreulicher ist es, dass wir bei den Besucherzahlen aller Einrichtungen zusammen nun zum zweiten Mal in Folge eine fast zehnprozentige Steigerung zu vermelden haben. Schloss Gottorf zusammen mit dem Globushaus und dem im zweiten Halbjahr fertig gestellten Barockgarten sowie das Wikinger Museum waren dabei die entscheidenden Besuchermagneten.
Aber der erfreuliche Besucherzuwachs ist auch die Folge eines effizienten Managements, einer attraktiven Konzeption und der Bemühungen engagierter Mitarbeiter. Es ist gelungen, der Stiftung über Schleswig-Holstein hinaus Bekanntheit zu verschaffen. Es gilt aber auch, auf dieser Basis die Konzeptionen weiter zu entwickeln, attraktive Projekte durchzuführen und Präsenz in den Medien zu zeigen, um das Interesse an unseren Museen in dieser schnelllebigen Zeit zu erhalten.

Zur Erfolgsgeschichte gehört aber auch ein Blick auf die Risiken, denen sich die Stiftung gegenüber sieht. Wir werden uns sicherlich über weitere Investitionen in den baulichen Erhalt sowie steigende Personal- und Energiekosten unterhalten müssen. Dieses und weitere Details des Berichts 2007 werden wir im Bildungsausschuss diskutieren können.

Zum Abschluss möchte ich den Dank meiner Fraktion Professor Guratzsch und seinem gesamten Team für eine überaus erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Jahr aussprechen. Professor Guratzsch wird seinem Nachfolger „große Schuhe“ hinterlassen, in die dieser hoffentlich ähnlich erfolgreich hinein wachsen wird.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

Pressemitteilungen filtern