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Weshalb soll die Flaminia-Odyssee an der Haustür des Wattenmeers vorbei führen?

Mit Erstaunen hat der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Heiner Rickers, heutige (04. September 2012) Medienberichte zur Kenntnis genommen, nach denen der havarierte Frachter „Flaminia“ in Gewässer vor Helgoland geschleppt werden soll, um dort über eine eventuelle Weiterfahrt nach Wilhelmshaven zu entscheiden.

„Zunächst einmal ist es ein Unding, dass die Odyssee eines havarierten Schiffes mit Gefahrgut an Bord seit fast zwei Monaten andauert. Wofür gibt es eine Nothafenvereinbarung, wenn sich niemand daran hält?“, fragte Rickers.

Darüber hinaus sei er mehr als erstaunt darüber, dass der Havarist vor einer Entscheidung über ein Verbringen nach Wilhelmshaven ausgerechnet vor die Haustür des „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ geschleppt werde.

Die ihm dafür bislang bekannten Argumente erschienen jedenfalls nicht schlüssig.

„Umweltminister Robert Habeck muss Parlament und Öffentlichkeit unverzüglich transparent informieren. Dabei geht es auch um die Frage, auf welcher Grundlage die Landesregierung das damit verbundene Risiko für den Nationalpark als vertretbar erachtet. Es ist unglaublich, dass wir davon aus den Medien erfahren“, erklärte Rickers abschließend.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
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