Johannes Callsen

Johannes Callsen
Minderheitenbeauftragter der Ministerpräsidenten

| Nr. 394/12

Während Husum leidet, lächelt Albig – und Robert Habeck schweigt, seit der Ministerpräsident ihn öffentlich zurückpfiff!

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Johannes Callsen, sieht in der heutigen (17. September 2012) unverhohlenen Kritik der Fraktionen der Grünen und des SSW am Verhalten Hamburgs in Sachen „Husumwind“ in Wahrheit eine deutliche Kritik am Verhandlungsstil der neuen Schleswig-Holsteinischen Landesregierung:

„Diese Kritik trifft voll die neue Landesregierung, und das zu Recht. Während Husum leidet, lächelt Albig – und Robert Habeck schweigt seit Wochen. Dass der Ministerpräsident heute seinen Messerundgang in Husum „aus Termingründen“ abgesagt hat, spricht Bände!“, erklärte Callsen in Kiel.

Anstatt öffentlich klare Worte zu finden – wie sein Vorgänger Peter Harry Carstensen und der ehemalige Wirtschaftsminister Jost de Jager – habe Albig über Wochen darauf gesetzt, die Auseinandersetzung mit Hamburg einfach weglächeln zu können.

Am 16. August 2012 habe Ministerpräsident Albig auf einer Pressekonferenz sogar Umweltminister Robert Habeck öffentlich zurückgepfiffen, der tags zuvor gegenüber dem SHZ deutliche Worte gefunden hatte. Statt sich Habecks deutliche Worte in Sachen Husumwind zu Eigen zu machen, hatte Albig die Zusammenarbeit mit Hamburg in den höchsten Tönen gelobt.

„Dabei hätte der Ministerpräsident es besser wissen können. Denn bei dessen Antrittsbesuch am 09. August 2012 hatte Olaf Scholz im Interview mit dem Schleswig-Holstein Magazin diplomatisch aber knallhart die Hamburger Interessen vertreten. Albig hat dazu gelächelt“, so Callsen.

Selbst vergangenen Freitag, als die Hamburger Messegesellschaft in Husum Plakate hatte aufstellen lassen, sei Albig im Schleswig-Holstein Magazin nur scherzend darüber hinweg gegangen.

Vor diesem Hintergrund sei die Aufforderung des SSW-Fraktionsvorsitzenden Lars Harms an die Opposition, sich geschlossen hinter Landesregierung und Wirtschaft zu stellen, um gemeinsam am Messestandort Husum festzuhalten, ein schlechter Witz.

Callsen abschließend: „Wenn Ministerpräsident Albig denn für den Messestandort Husum kämpfen würde, dann hätte er dafür selbstverständlich unsere volle Unterstützung. In der von uns für die kommende Landtagssitzung beantragten Aktuellen Stunde hat er Gelegenheit dazu.“

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