| Nr. 331/08

Sylvia Eisenberg regt Weiterentwicklung der beruflichen Bildung an

Die Fachsprecherin der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Sylvia Eisenberg, hat in Kiel zum Abschluss des elften FördeForums der Fraktion einen vier Punkte Plan zur Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in Schleswig-Holstein angeregt. „Der Wandel von einer Industriegesellschaft zur Wissens-und Dienstleistungsgesellschaft macht eine Fortentwicklung ebenso erforderlich, wie Schul-und Ausbildungsabbrüche auf der einen und die Forderung nach mehr Hochschulabsolventen auf der anderen Seite.“

1. müsse auch das Berufsbildungssystem im Sinne eines lebenslangen Lernens die Möglichkeit zur Weiterbildung eröffnen. Deshalb sei die Anerkennung von Qualifikationen zur Schaffung funktionsfähiger Übergange bis in den Hochschulbereich hinein erforderlich. Der bisher angedachte deutsche Qualifikationsrahmen sei dafür nur unzureichend und stufe die berufliche Bildung gegenüber den Abschlüssen der allgemein bildenden Schulen herab.

2. müsse die Integration lernschwacher Menschen oder Jugendlicher mit Migrationshintergrund sowie die Eingliederung der Altbewerber und der Ausbildungsabbrecher in den Arbeitsprozess vorangetrieben werden. Einstiegsqualifizierung und Ausbildungsbausteine seien erste Wege der Problemlösung. Weiterhin müsste auch eine Chance eröffnet werden, statt einer dreijährigen eine zweijährige Ausbildung zu absolvieren.

3. sollten Berufsvorbereitung und Berufsberatung durch Unternehmen, Schulen, Arbeitsagenturen, aber auch Wirtschaftspraktika den Jugendlichen das Wissen um die Anforderungen in den von ihnen bevorzugten Berufen geben, ihnen aber auch andere Berufsmöglichkeiten aufzeigen.

4. müssten auf Bundesebene Berufsbilder und Ausbildungsberufe so verändert werden, dass sie zumindest in der Grundstufe ein breites Spektrum der beruflichen Möglichkeiten bieten, bevor eine Spezialisierung erfolge. Daraus ergäbe sich dann auch die Chance, in einen anderen Beruf zu wechseln, falls der Bedarf es erforderlich macht.

Eisenberg stellte fest, dass die duale Ausbildung in Deutschland nach wie vor attraktiv und anerkannt sei. Das duale System der Berufsbildung vermittle qualitativ hochwertige Qualifikationen, schaffe hohe Übergangsquoten in den Arbeitsmarkt und mindere die Jugendarbeitslosigkeit. „Es war bisher anpassungsfähig und muss sich jetzt und für die nächsten Jahre auch weiterhin als anpassungsfähig erweisen. Denn: Wir stehen vor neuen demographischen wirtschaftlichen, technologischen und bildungspolitischen Herausforderungen“, so Eisenberg.

Der vier Punkte Plan ist das Ergebnis einer Veranstaltung mit über 40 Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis, darunter Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, und MdB Uwe Schummer, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung des Deutschen Bundestages.

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