| Nr. 429/07

Neiddebatten haben in sensiblen Themenfeldern nichts zu suchen

Mit Erleichterung hat die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Ursula Sassen, Meldungen der Deutschen Stiftung Organspende und der Kieler Uniklinik über erfolgte Transplantationen aufgenommen: „Beide haben klargestellt, dass es bei den Transplantationen keine Bevorzugung von Privatpatienten gegeben hat“, so Sassen. Die Gesundheitsexpertin hatte bereits in ihrer Rede vor dem Kieler Landtag im November deutlich gemacht, dass sie die gesetzlichen Regelungen für Organtransplantationen für ausreichend halte, gleichzeitig allerdings eine umfassende Überprüfung der vom SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Wolfgang Wodarg erhobenen Vorwürfe gefordert.

Sassen erwartet von der vom Kieler Sozialministerium für Januar angekündigten Studie zu diesem Thema nun Klarheit: „Für viele Menschen ist die Frage der Zuteilung eines Spenderorgans auch eine Frage über Leben und Tod. Dieses besonders sensible Thema eignet sich deshalb überhaupt nicht für populistische Schnellschüsse“, so Sassen. Sie kritisierte daher den offenbar ohne sorgfältige Datenerhebung von Dr. Wodarg erhobenen Vorwurf der Bevorzugung von Privatpatienten ebenso, wie dessen Vorschlag, Spenderausweise mit dem Hinweis „ich spende nur für Kassenpatienten“ zu versehen: „Wodargs Vorwürfe und sein Vorschlag haben zwar eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit gefunden, sind jedoch dem Ziel, mehr Menschen zur Organspende zu motivieren, nicht dienlich“, so Sassen. Wodargs Vorschlag würde bedeuten, Patienten vom Erhalt der Spenderorgane auszugrenzen und somit gegen das Transplantationsgesetz verstoßen, da ausschließlich die Dringlichkeit für die Zuteilung eines Spenderorgans entscheidend ist. „Neiddebatten haben in so sensiblen Themenfeldern nichts zu suchen“, so Sassen.


Die CDU-Gesundheitsexpertin äußerte die Hoffnung, dass die endgültigen Ergebnisse der Studie im Januar ebenso hohe Aufmerksamkeit erhalten werden, wie Wodargs Vorwürfe.

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