| Nr. 389/07

Moderne Produktionstechniken für Biokraftstoffe nach Schleswig-Holstein holen

Schleswig-Holstein wird nach Ansicht des energiepolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Manfred Ritzek, eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Anwendung modernster Techniken zur Produktion von Biokraftstoffen der 2. Generation übernehmen. Dies erklärte Ritzek heute in Kiel.

„Schleswig-Holstein ist auch dank des Einsatzes von Umweltminister Dr. Christian von Boetticher auf dem besten Weg, sich in Brunsbüttel an der Entwicklung und dem großtechnischen Einsatz dieser modernen Produktionstechnik entscheidend zu beteiligen“, so Ritzek. Damit würde Schleswig-Holstein einen entscheidenden Beitrag leisten, um den angestrebten Anteil von 10 Prozent Biokraftstoffen an den Gesamtkraftstoffen bis zum Jahr 2020 zu erreichen.

Anders als bei Biokraftstoffen der 1. Generation werden bei der 2. Generation nicht nur die Samen verwendet, sondern die gesamte Rohstoffpflanze von der Baumwurzel bis zum Blatt in der Baumspitze, vom Getreidehalm bis zur Ähre. Dieser so genannte „BTL (Biomasse To Liquid) – Kraftstoff reduziert den CO2-Ausstoss gegenüber den bisherigen Biokraftstoffen noch einmal um 50%. „Gegenüber fossilen Kraftstoffen werden sogar 95% CO2-Ausstoss vermieden“, so Ritzek.

Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung der gesamten Pflanze ist nach Ansicht Ritzeks die deutliche Reduzierung der Anbaufläche, denn die Anbauflächen für Energiepflanzen seien bereits an Grenzen gestoßen. „Es ist unverantwortlich, den Regenwald abholzen oder abbrennen zu lassen, damit wir hier „umweltfreundlichen“ Biokraftstoff tanken“, ergänzte Ritzek.

Mit der Entwicklung der Biokraftstoffe der zweiten Generation könne Schleswig-Holstein zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn neben dem Beitrag zum Klimaschutz könnten so zukunftsfähige Arbeitsplätze in einer echten Boom-Branche geschaffen werden: „Anstatt immer höhere Rechnungen für importiertes Rohöl zu begleichen, ist es besser, Geld für Produkte zu investieren, die den Menschen hierzulande Arbeit und Einkommen bieten“, so Ritzek abschließend.


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