Johannes Callsen

Johannes Callsen
Minderheitenbeauftragter der Ministerpräsidenten

| Nr. 006/14

Landes-SPD muss Angriff auf kleine Grundschulen stoppen

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion und Oppositionsführer im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Johannes Callsen, hat den SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner heute (09. Januar 2014) aufgefordert, sich klar gegen Planungen von Bildungspolitikern seiner Partei im Norden auszusprechen, nach denen alle Grundschulen künftig eine Größe von 100 bis 200 Schülern haben sollen. Anlass ist die heutige Berichterstattung der „Schleswiger Nachrichten“. SPD-Bildungspolitiker aus dem Kreis Schleswig-Flensburg denken demnach sogar über den Neubau größerer Grundschulen auf Amtsebene als Ersatz für kleine Dorfschulen nach.

„Ich erwarte eine eindeutige Positionierung von Herrn Stegner in dieser Frage. Er muss klarstellen, ob diese Pläne verirrte Gedanken eines SPD-Kreisverbandes sind, oder ob die Nord-SPD unsere Erstklässler künftig flächendeckend zu Fahrschülern machen will“, forderte Callsen.

Der CDU-Fraktionschef stellte die Bedeutung der kleinen Grundschulen für die Entwicklung der Kinder heraus: „Die Einschulung allein ist für die Kleinen ein gewaltiger Schritt. Dieser Schritt wird ungleich größer, wenn er eine Fahrt mit dem Bus in den nächsten Ort bedeutet. Deshalb lehnen wir die Einrichtung zentraler Grundschulen im Amtsbereich zu Lasten der Dorfschulen ab“, so Callsen.

Es sei bemerkenswert, dass diese Idee wenige Tage vor der Beschlussfassung über ein neues Schulgesetz bekannt werde.

„Offensichtlich sieht die Nord-SPD dieses Schulgesetz nur als Zwischenschritt. Sie plant weitere Eingriffe in die Schulstrukturen. Dabei brauchen unsere Schulen nichts dringender als Ruhe, damit endlich die Unterrichtsqualität verbessert werden kann“, so Callsen.

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