Heiner Rickers

Heiner Rickers
Ausschussvorsitzender Agrar und Umwelt

| Nr. 002/10

Gegen die Verantwortlichen der Dioxinverseuchung muss mit aller Härte vorgegangen werden!

Zur Dioxinverseuchung von Tierfutter durch eine Uetersener Firma erklärten der umwelt- und agrarpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Dr. Michael von Abercron und Heiner Rickers:

„Die Dioxinverseuchung von Tierfutter durch eine Uetersener Firma ist ein Skandal. Der Verstoß gegen das Futtermittelgesetz ist kein Kavaliersdelikt. Gegen die Verantwortlichen muss mit aller Härte des Rechtsstaates vorgegangen werden. Das ist sowohl im Interesse der verunsicherten Verbraucher, als auch im Interesse der belieferten Landwirte“, so der umweltpolitische Sprecher Dr. Michael von Abercron.

Umso mehr begrüßten beide die ebenso unverzügliche wie auch besonnene Vorgehensweise des Schleswig-Holsteinischen Umweltministeriums, wie die Anordnung weiterer Untersuchungen. Nur auf der Grundlage konkreter Analysen und Ermittlungsergebnisse könnten die richtigen Schlüsse gezogen, und Maßnahmen getroffen werden. Das heute erlassene Schlachtverbot für Schweine sei daher nur konsequent. Mit den Untersuchungsergebnissen könne bereits in der kommenden Woche gerechnet werden.

Bei Hühnern in Freilandhaltung bestehe auch die Gefahr der Aufnahme von Dioxinen hauptsächlich durch das Aufpicken von Bodenpartikeln. Seit Januar 2005 gelte EU-weit ein Grenzwert von 3 Pikogramm (0,000.000.000.003 Gramm) für Dioxine und 6 Pikogramm für dioxinähnliche Verbindungen.

„Daraus wird deutlich von welch großer Bedeutung es ist, zunächst konkrete Ergebnisse abzuwarten. Schnellschüsse würden weder den verunsicherten Verbrauchern noch den belieferten Landwirten dienen“, so der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Heiner Rickers.

Im weiteren Verfahren wird die CDU-Landtagsfraktion insbesondere auf die Beantwortung folgender Fragenkomplexe achten:

- Woher stammt das Dioxin, denn Soja-, Palm- und Rapsöl enthalten ursprünglich nur geringe Konzentrationen?
- Um welches Dioxin der umfangreichen Stoffgruppe handelt es sich?
- Wie war die Fettsäure deklariert?
- Erfolgten Kontrollen im erforderlichen Umfang?
- In wie weit wäre es möglich, die Herstellung von Produkten für technische Zwecke von der zum Beispiel für die Futtermittelherstellung zu trennen?
- Wie sinnvoll wäre eine Beimischung von Farbstoffen?
- Ist zukünftig sichergestellt, dass mögliche Futtermittelbeimischungen vor ihrer Zulassung chemisch untersucht und gegebenenfalls nicht zugelassen werden?
- Sind die bestehenden Sanktionen bei Verstoß gegen das Futtermittelgesetz ausreichend?


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