| Nr. 088/07

Exporte steigen – aber noch nicht genug

Der außenwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Manfred Ritzek, hat die positive Entwicklung des Schleswig-Holsteinischen Exports heute begrüßt. Nach Zahlen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein seien die schleswig-holsteinischen Exporte gegenüber 2006 um 7 % auf fast 17,5 Milliarden Euro gestiegen.

67 % der Ausfuhren seien in die EU-Länder abwickelt worden. Dies zeige, wie stark Schleswig-Holstein von der Eu profitiere, erklärte Ritzek. Die bei weitem größten Exporte mit fast 1,9 Milliarden Euro gehen in das Vereinigte Königreich. Italien, Frankreich und Dänemark folgen mit gut 1,2 Milliarden Euro auf den nächsten Plätzen. Und auch 62 % der Einfuhren kommen aus diesen Ländern.

Auffallend sei allerdings auch, dass die Einfuhren aus den Niederlanden, Dänemark und Schweden um mehr als eine Milliarde die Exporte in diese Länder übersteigen.

Insgesamt seien jedoch die Schleswig-Holsteinischen Importe im vergangenen Jahr mit 20% deutlich höher gestiegen als die Exporte. „Das damit im Jahre 2006 erreichte Handelsbilanzdefizit von fast 4,4 Milliarden Euro, das sich gegenüber 2005 mehr als verdoppelt hat, ist deshalb schon eine detaillierte Analyse wert“, so Ritzek.

Einen gewaltigen Sprung habe auch wieder das China-Geschäft gemacht. Allerdings, aus Sicht der Chinesen positiver als aus Sicht der Schleswig-Holsteiner. „Unsere Exporte nach China sind um gut 20 % auf 570 Millionen Euro gestiegen, gleichzeitig haben wir aber im Jahre 2006 für gut 3,8 Milliarden Euro chinesische Waren importiert, das ist ein Anstieg von 31 %.“, erläuterte Ritzek.

Die Bandbreite der in Schleswig-Holstein produzierten Güter und Dienstleistungen und die hervorragende internationale Verflechtung sei in Schleswig-Holstein enorm. Dies belege auch die Tatsache, dass das nördlichste Bundesland mit 230 Ländern wirtschaftspolitische Beziehungen bestünden. „Wir müssen uns aber strategisch stärker so ausrichten, dass Exporte anderer Länder nach Schleswig-Holstein unsere Außenhandelsbilanz nicht zu stark negativ beeinflussen,“ so Ritzek abschließend.

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