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Die Reform der Lehrerausbildung setzt genau die richtigen Schwerpunkte
Die hochschul- und bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Daniel Günther und Heike Franzen, haben die heute (27. März 2012) von Wissenschaftsminister Jost de Jager vorgestellten Eckpfeiler der Reform der Lehrerausbildung begrüßt:
„Damit passen wir die Lehrerausbildung konsequent an die Erfordernisse der Bachelor- und Masterausbildung an. Und wir werden den gewandelten Erfordernissen des Lehrerberufes gerecht. Besonders freut mich, dass die Eckpfeiler auf einem Konzept der Universität Flensburg aufbauen. Wir setzen damit die Empfehlungen der zuständigen Fachleute um“, erklärte Günther in Kiel.
Bildungsexpertin Franzen begrüßte die Einführung längerer Praktika und die Anpassung der Ausbildung im Hinblick auf die gewandelten Schulstrukturen.
„Wir passen die Lehrerausbildung konsequent an die bestehenden Schularten an. Deshalb ist es richtig, dass das Gymnasiallehrer-Studium von der Reform nicht berührt wird. Wir brauchen keine Stufenlehrer“, betonte Franzen.
Dagegen sei es schlüssig, ein neues Lehramt für Regional- und Gemeinschaftsschulen zu schaffen: „Beide Schularten bereiten sowohl auf den Haupt- als auch den Realschulabschluss vor. Und beide Schularten ermöglichen bei entsprechender Leistung den Übergang zur gymnasialen Oberstufe. Sowohl inhaltlich als auch didaktisch sind die Anforderungen an die Lehrkräfte deckungsgleich“, erklärte Franzen.
Ein eigenständiges Lehramt für Grundschulen sei dagegen zwingend erforderlich: „Der Unterricht mit den Kindern an der Grundschule ist doch ein völlig anderer, als in den nachfolgenden Klassen. Die Didaktik gerade in der flexiblen Eingangsphase muss gesondert betrachtet werden. Dem werden wir mit einer eigenen Lehrerausbildung gerecht“, betonte Franzen.
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Max Schmachtenberg
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