CDU-Fraktion

Zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein brauchen wir Kooperation statt Kannibalismus

Nach einem Treffen der wirtschaftspolitischen Fachsprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Hamburg und der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein auf dem Gelände der Husum Messe & Congress am 05. Dezember 2011 haben Jens-Christian Magnussen (Schleswig-Holstein) und Karin Prien (Hamburg) im Hinblick auf die Messeplanung und weitere wirtschaftspolitische Fragen mehr Kooperation zwischen den beiden Bundesländern gefordert. Magnussen zeigte sich zunächst beeindruckt vom Potential des Messestandortes Husum:

„Für Windanlagen gibt es keinen besseren Standort. Hier riecht, fühlt und schmeckt man den Energieträger Wind. Die Atmosphäre und das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen die Einmaligkeit des Messestandortes Husum aus“, erklärte der Wirtschaftsexperte der Schleswig-Holsteinischen CDU-Landtagsfraktion.

Die HUSUM WindEnergy sei die weltweit größte Branchenmesse im Bereich der On-Shore Windenergie. Sie biete allen führenden weltweiten Ausstellern und den Besuchern der Leitmesse einen würdigen und tragfähigen Rahmen. „Darüber hinaus ist die HUSUM WindEnergy eine wirtschaftlich gesunde und über die Jahre gemeinsam mit der Branche gewachsene Veranstaltung. Sie ist gleichzeitig Marke und weltweites Aushängeschild der Windenergie. Eine Leitmesse der Windenergie hat die besten Voraussetzungen für eine langfristige Perspektive in Husum“, so der Schleswig-Holsteiner.

Mit Unverständnis reagierte Jens-Christian Magnussen auf die Ankündigung einer zeitgleichen Windmesse in Hamburg im Jahr 2014, die von der Hamburg Messe & Congress GmbH und dem Branchenverband VDMA Power Systems ausgerichtet werden soll.

„Klar ist schon jetzt: Der VDMA Power Systems möchte die seit 1989 in Husum ausgerichtete Messe nach Hamburg verlegen. Das ist ganz schlechter Stil!“, sagte Jens-Christian Magnussen am Rande des Besuches. Er wies darauf hin, dass beide bereits 2002, 2004 und 2006 ohne Erfolg Windmessen in Hamburg veranstaltet haben. Magnussen: „Das waren finanzielle Desaster!“

Für Karin Prien, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU Bürgerschaftsfraktion, ist die Auseinandersetzung über die internationale Leitmesse der Windenergiebranche ein Beleg dafür, dass sich der partnerschaftliche Umgang der beiden Bundesländer verbessern muss:

„Es geht nicht nur um gute Nachbarschaft zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein, sondern um die Erkenntnis, dass wir gemeinsam stärker sind und nur gemeinsam im nationalen und internationalen Wettbewerb der Metropolregionen bestehen können. Das gilt besonders in Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Deutlich wird der Kooperationsbedarf etwa bei der Ausweisung und Anbindung von ausreichend großen Gewerbeflächen in der Metropolregion oder aber bei der Durchsetzung von großen Infrastrukturprojekten. Die Zeiten der Kirchturmpolitik müssen vorbei sein. Wir werden in enger Abstimmung gemeinsam mit den Kollegen in Schleswig-Holstein das vorhandene Konzept zur wirtschaftlich Zusammenarbeit weiter vertiefen und auf die Durchführung drängen“, erklärte Prien.

Die CDU-Fraktionen in Schleswig-Holstein und Hamburg hatten seit 2007 durch eine Kooperation auf Augenhöhe einen fairen und offenen Umgang zwischen zwei gleichberechtigten Partnern zum Wohle der Arbeitsplätze und der Menschen und nicht zuletzt für die Allgemeinheit gepflegt.

Magnussen und Prien: „Diese Weitsicht scheint der Hamburger SPD und ihrem Wirtschafssenator Horch hinsichtlich aller norddeutschen Messestandorten abhanden gekommen zu sein.“ Deshalb erwarte Schleswig-Holstein zu Recht jetzt von Hamburg Vorschläge für kooperative Modelle für die Durchführung der Windmesse.

Jens-Christian Magnussen mahnte eine gemeinsame Vorgehensweise bei der Elbvertiefung und beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals an. „Schleswig-Holstein und Hamburg sind immer dann stark, wenn die Gemeinsamkeiten im Vordergrund stehen. Das wird am Beispiel der Metropolregion Hamburg besonders deutlich. Der Erfolg dieses Projektes lag in der engen Kooperation auf Augenhöhe und einer Win-Win-Situation begründet. Nur so kann die Nord-Partnerschaft funktionieren“, ergänzte Magnussen.

Hintergrund für den heutigen Termin in Husum bildet das Treffen der Fraktionsspitzen beider Bundesländer am 07. November 2011. Dort wurde eine noch intensivere norddeutsche Zusammenarbeit zwischen den CDU-Fraktionen in Hamburg und Schleswig-Holstein vereinbart. Von dieser Zusammenarbeit sollen beide Bundesländer als Partner profitieren.

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