Daniel Günther

Daniel Günther
Ministerpräsident

| Nr. 023/10

zu TOP 41: Die verstärkte Möglichkeit der Autonomie für die Hochschulen sollte noch stärker genutzt werden

Es gilt das gesprochene Wort
Sperrfrist Redebeginn

Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei der Landesregierung und insbesondere dem federführenden Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr für den vorgelegten Bericht.

Er ist Ausfluss einer größer gewordenen Autonomie der Hochschulen, die von uns als CDU-Fraktion in den vergangenen Jahren und auch für die Zukunft weiter unterstützt wird. Dieser Prozess läuft einher mit dem Abschluss von Zielvereinbarungen, die jeweils über fünf Jahre geschlossen werden. Die neue Zielvereinbarungsperiode hat bereits in 2009 begonnen.

Jetzt sprechen wir über die Auswertungen der vorangegangenen Periode von 2004 bis 2008. Die dort aufgeführten Kennziffern und Parameter geben einen guten Überblick und eröffnen die Möglichkeit, die Situation an den Hochschulen vernünftig einzuschätzen. Darüber hinaus dienen sie als Vergleichsmaßstab der Hochschulen untereinander. Schließlich bieten sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für unsere zukünftige Arbeit.

Allerdings erlaube ich mir, an dieser Stelle kritisch zu hinterfragen, ob die Zahlen, die zumindest für die Fachhochschulen bereits im Jahre 2004 erhoben wurden, wirklich den alleinigen Ausschlag für unsere bevorstehenden Aufgaben geben sollten. Ob man auf sechs Jahre alten Zahlen wirklich seine politischen Handlungsoptionen aufbauen sollte, müssen wir insbesondere im zuständigen Fachausschuss miteinander diskutieren. Die vorliegenden Zahlen spiegeln ein differenziertes Bild der Hochschulen und Fachhochschulen in Schleswig-Holstein wider. Wenn man sich exemplarisch die Agrarwissenschaften der CAU herausgreift, so ist dieser Zweig im nationalen Hochschulranking leistungsfähig. Wir müssen uns im Bildungsausschuss, aber auch über die aus meiner Sicht zum Teil problematischen Ergebnisse unterhalten. Die Berichte der Hochschulen sind - insgesamt gesehen - umfassend und beantworten die aus den Zielvereinbarungen abzuleitenden Fragen.

Die Universität Flensburg ist an dieser Stelle etwas sparsamer gewesen. Dies korrespondiert jedoch mit den eher mäßigen Ergebnissen. Darüber werden wir uns nach Vorlage des Gutachtens im Laufe dieses Jahres unterhalten müssen. Die Möglichkeiten, die das Land den Hochschulen durch eine verstärkte Autonomie einräumt, sollten noch stärker genutzt werden. Eigene Handlungsoptionen, die die Hochschulen selbst nutzen können, fehlen in einigen Bereichen völlig.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Universitäten und Fachhochschulen auf einem guten Weg sind. Diese Entwicklung wird so positiv weitergehen, flankiert durch unsere erfolgreichen Excellenzinitiativen. Die Landesregierung hat die bisherigen Zielvereinbarungen schon ausgewertet und daraus Rückschlüsse und Ziele für die laufende Legislaturperiode vereinbart. Auf die Auswertung im zuständigen Ausschuss freue ich mich. Daher stimmen wir für die Überweisung in diesen.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

Pressemitteilungen filtern

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Mit Klick auf den Button zeigen Sie sich einverstanden. Weiterlesen …
Akzeptieren