Hartmut Hamerich

Hartmut Hamerich
Europa, Maritime Wirtschaft, Wald und Forst

| Nr. 207/08

zu TOP 37: Erneuerbare Energien schaffen wesentliche Wertschöpfung

Sperrfrist: Redebeginn
Es gilt das gesprochene Wort

Der Landtag hat in seiner Januar–Sitzung auf Antrag des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN die Landesregierung gebeten, einen schriftlichen Bericht zu den wirtschaftlichen und finanziellen Effekten der Nutzung erneuerbarer Energien in Schleswig–Holstein abzugeben.

In der Februar–Sitzung wurde weiterhin um einen Bericht zur Nordseekooperation - und hier speziell zum Stand der Projekte Power und Power - auf Antrag der Fraktionen von CDU und SPD gebeten.

Beide Berichte liegen uns jetzt vor, dafür bedanke ich mich im Namen meiner Fraktion bei Herrn Minister Austermann und seinen Mitarbeitern.

Auch wenn der Landesregierung zu wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen keine belastbaren Daten zur Verfügung stehen, kann man auf Grund von Schätzungen aus der Branche davon ausgehen, dass aus Produktion, Entwicklung und Nutzung der erneuerbaren Energien eine wesentliche Wertschöpfung entsteht.

Sieht man einerseits, dass bis zum Jahr 2006 allein ca. 3.000.000.000,- € private Investitionen in die Windenergie in Schleswig-Holstein geflossen sind und auf der anderen Seite, nach Aussagen des Bundesverbandes der Windenergie, 7.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstanden sind - zusätzlich ca. 1.700 weitere Arbeitsplätze im Bereich der anderen erneuerbaren Energien - kann man sich den Wirtschaftszweig „erneuerbare Energien“ in unserem Land nicht mehr wegdenken. Er ist ein bedeutender Faktor für Wirtschaft, Beschäftigung und Klimaschutz in unserem Land.

Deshalb sind wir für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Und in diesem Bereich ist Schleswig–Holstein auch international involviert.

Ich nenne hier die Projekte POWER und POWER Cluster. POWER (Pushing Offshore Wind Energie Regions) ist ein aus dem Interreg – III b gefördertes Programm aus der Zeit Februar 2004 bis September 2007 und wurde mit ca. 1,75 Millionen € unterstützt (Gesamtvolumen: ca. 3,5 Millionen €).

Es befasst sich mit der Nutzung der Offshore Windenergienutzung, für die ein enormes Potential der Energiegewinnung im europäischen Raum gesehen wird. Teilnehmer an diesem Projekt in der Nordseeregion waren 37 Partner aus 5 Ländern (GB, DK, NL, B, D).

Aus Schleswig–Holstein waren die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums als Subpartner und die Wirtschaftsakademie Schleswig–Holstein beteiligt.

Die POWER Projektpartner sind übereingekommen, ein Nachfolgeprojekt mit zusätzlichen Partnern aus Norwegen und Schweden zu entwickeln. Schwerpunkt hierbei ist die wirtschaftliche Nutzung des Offshore–Potentials und die Präsentation der Nordseeanrainerstaaten als weltweit führende Offshore–Windregion.

Schleswig–Holstein ist mit zwei Partnern an diesem Projekt beteiligt:
- die Wirtschaftsakademie und
- das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr.

Der Projektantrag hierfür ist zum 17. März 2008 im Rahmen des Interreg IV b Programms Nordsee eingereicht worden. Bei positivem Bescheid können wir im Sommer starten. Ich hoffe, wir werden in nächster Zukunft den Bereich Nordseekooperation ähnlich erfolgreich gestalten können wie den Bereich der Ostseekooperation. Ich glaube, wir haben hier positive Ansätze.

Ich beantrage, die beiden Berichte in den Wirtschaftsausschuss zu überweisen.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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