Tim Brockmann

Tim Brockmann
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Exzellenzinitiative | | Nr. 416/17

(TOP 38) Unsere Forschung im Land ist exzellent

Sperrfrist Redebeginn!
Es gilt das gesprochene Wort!

Herr Präsident,
meine Damen und Herren,

ich bedanke mich bei Bildungsministerin Karin Prien und Ihren Mitarbeitern für diesen Bericht. Ein mündlicher Bericht kann immer nur ein Schlaglicht auf die wichtigsten Aspekte eines Themas werfen.

Trotz aller Kürze hat der Bericht eines sehr deutlich gemacht, nämlich dass die Forschungslandschaft in unserem Bundesland bereits exzellent aufgestellt ist und auf Bundesebene keinen Vergleich scheuen muss.

Bereits in der seit 2006 laufenden Exzellenzinitiative war Schleswig-Holstein sehr erfolgreich. Die Cluster von der CAU in Kiel „Inflamation at Interface“ und „Future Ocean“ sowie die Graduiertenschule „Human development in landscape“ haben große Beachtung und Erfolge weit über Schleswig-Holstein hinaus erfahren. An diese Erfolge gilt es nun in der neu geschaffenen Exzellenzstrategie anzuknüpfen. Ich bin mir sicher, dass dies gelingen wird. An der Jamaika-Koalition wird dieses jedenfalls nicht scheitern, denn wir haben uns im Koalitionsvertrag zur Exzellenzstrategie bekannt und werden die benötigten Kofinanzierungsmittel zur Verfügung stellen.

Die Christian-Albrechts-Universität mit ihren Partnern hatte sich mit vier verschiedenen Antragsskizzen beworben. Drei Antragsskizzen haben es, wie uns die Ministerin darstellte, in die zweite Runde geschafft. Die drei Anträge aus Schleswig-Holstein („Precision Medicine in Chronic Inflammation“, „Future Ocean Sustainability“ und „ROOTS - Gesellschaft, Umwelt und Kultur im vergangenen Welten“) zeigen deutlich, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in unserem Land funktioniert. Dies ist ein hervorragendes Ergebnis, zu dem ich den Verantwortlichen in den Universitäten, den Forschungseinrichtungen und sicher auch im Ministerium sehr herzlich gratulieren möchte. Dies ist aber nur ein Teilerfolg, für den man sich noch nicht viel kaufen kann.

Denn, meine Damen und Herren,
die eigentliche Arbeit fängt jetzt erst an, da die eigentlichen Anträge bis zum 21.02.2018 eingereicht werden müssen. Ein internationales Gremium wird dann die 88 ausgewählten Projekte, die von 41 Hochschulen aus 13 Bundesländern kommen, begutachten und am 27.09.2018 über deren Förderfähigkeit entscheiden. 40% der Projekte bauen im Übrigen auf bestehende Exzellenzcluster auf, während die anderen 60% für den aktuellen Wettbewerb neu entwickelt worden sind. Allein diese Zahlen zeigen, welche Dynamik dieses Förderprogramm auslöst.

Meine Damen und Herren,
gleichwohl hört man gelegentlich die Kritik, die Exzellenzinitiative bzw. die bevorstehende Exzellenzstrategie sei zu prestigeträchtig. Es würde nicht mehr um die Finanzierung, sondern um den Stempel der Exzellenz gehen. So ist es definitiv nicht. Es geht uns um den Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland. Es geht um einen wissenschaftlichen Wettbewerb auf internationaler Augenhöhe.

Häufig wird das Auswahlverfahren auch als zu kompliziert dargestellt. Dies würde ich anders bewerten. Es muss doch ein geordnetes Verfahren geben, um die Vielzahl an qualitativ hochwertigen Bewerbungen angemessen auszuwerten. Auch richtet sich die Exzellenzstrategie nicht nur an die Naturwissenschaften. Das ROOTS-Programm ist ein gutes Beispiel für ein disziplinübergreifendes Projekt aus dem geisteswissenschaftlichen Sektor. Ich halte es aber für essenziell, dass wir uns, in einem rohstoffarmen Land, auch und insbesondere um die Spitzenforschung kümmern. Hier werden die Grundlagen für zukünftiges Wachstum gelegt.

Meine Damen und Herren,
die Ministerin sprach davon, dass sie sich den 27. September 2018 bereits dick im Kalender markiert habe, das habe ich natürlich auch gleich getan. Und ich bin genauso positiv gestimmt wie Ministerin Prien, dass wir im kommenden Jahr vielleicht nicht nur Exzellenzcluster, sondern auch die Möglichkeit auf eine Exzellenzuniversität zwischen den Meeren haben werden.

Das wäre doch ein toller Erfolg für unsere Wissenschaftspolitik, und da schließe ich auch diesbezüglich ausdrücklich die Vorjahre mit ein, obwohl sie, liebe SPD-Fraktion, die Wissenschaft ins Sozialministerium abgeschoben hatten. Eine Exzellenzuniversität würde auch den Studienstandort Schleswig-Holstein gut tun.

Meine Damen und Herren,
ich drücke der CAU jedenfalls fest beide Daumen, dass sie mit ihren Bewerbungen erfolgreich sein wird. Es werden exzellente Bewerbungen sein. Ich halte es daher für geboten, dass wir uns zu gegebener Zeit die Anträge von der CAU im Bildungsausschuss einmal vorstellen lassen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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Kai Pörksen
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