Heiner Rickers

Heiner Rickers
Agrar und Umwelt, Ländliche Räume, Tierschutz

Schweinepest | | Nr. 375/20

TOP 48: Alle Akteure müssen an einem Strang ziehen!

In seinem Redebeitrag zum TOP 48 – Aktuelle Situation schweinehaltender Betriebe in Schleswig-Holstein – führte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Heiner Rickers, zunächst aus, dass Corona und jüngst auch die afrikanische Schweinepest (ASP) zu einem „Schweinestau“ in der Tierhaltung geführt haben.

„Made in Germany“ und der damit verbundene Export des sogenannten fünften Viertel, wie „Schnuten und Poten“ insbesondere in den chinesischen Markt waren bisher ein Garant für stabile Schweinepreise in Deutschland. Unverschuldet ist dieser Markt, mit höchsten Tierschutz- und Produktqualitäten – bedingt durch ASP- zusammengebrochen. Hinzu kommen fehlende Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten, durch Corona bedingt unter Quarantäne gestellte Schlachthöfe. Dies führt dazu, dass die Ställe überquellen, Platzmangel führt zu Problemen mit dem Tierschutz und nachwachsende Ferkel können nicht abgenommen werden. Zudem werden übergewichtige Schweine vom Lebensmittel- Einzelhandel nur mit großen Preisabschlägen abgenommen. Hier ist mehr Solidarität der abnehmenden Seite gefragt.

Die Nerven der Schweinehalter liegen blank und zu Recht werden von der Politik Lösungen erwartet. Diese sind in der Erarbeitung.

Längere Arbeitszeiten in Schlachtung und Verarbeitung, eingeschränkte Quarantäne- Bedingungen für Mitarbeiter, staatliche Ankaufprogramme für nicht absetzbare Schlachttiere und eine europaweite Koordinierung der Schlachtkapazitäten sind sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene in der Umsetzung.

Bei ASP muss es das Ziel sein, für Deutschland wieder den ASP- freien Standard zu erlangen. Die Hürden dafür liegen hoch. Zwölf Monate darf es keine nachgewiesenen, neuen Fälle von ASP geben. Auf diesem Weg ist Schleswig-Holstein gut vorbereitet. Vorsorgemaßnahmen, Hygienekontrollen, Warnhinweise und verstärkte, erleichterte Jagdmöglichkeiten auf Wildschweine werden im Lande bereits umgesetzt.

Es steht viel auf dem Spiel. Unsere Schweinehalter können ihre Tiere nicht wie Maschinen einfach abstellen. Sie benötigen eine 24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Versorgung. Im Sinne der tierhaltenden Betriebe und des Tierschutzes ist es erforderlich, dass alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen.“

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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