FINISH | | Nr. 349/19

Top 25 Schleswig-Holsteins Finanzen sollen nachhaltig und zukunftsfest werden

Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren, liebe Gäste,

mit diesem Jamaika-Antrag setzen wir nicht nur einfach eine Forderung aus dem Koalitionsvertrag um, sondern machen die Geldanlagen des Landes zukunftsfest und werfen für positive gesamtgesellschaftliche Entwicklungen unser finanzielles Gewicht in die Waagschale.

Wir wollen die Finanzpolitik stärker an sozialen und ökologischen Kriterien, wie Ressourcenschutz oder Vermeidung von CO2-Emissionen, sowie an guter Unternehmensführung ausrichten.

Dabei ist für uns klar, dass die Rendite der Anlagen trotzdem stimmen muss.

Nachhaltiges Investieren, beziehungsweise ESG-Investments und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil. Erste Untersuchungen zeigen, dass ESG-Investments vor allem über einen längeren Investmenthorizont hinweg ein besseres Rendite-Risiko-Profil aufweisen, als rein klassische Investments. Die ESG-führenden Unternehmen sind lt. einer Studie tendenziell sogar operativ erfolgreicher und weniger anfällig für Risiken, wie durch Betrug, mangelnde Transparenz oder Umweltschäden begründete Schadensersatzklagen.

Auch der Markt spricht mittlerweile Bände. In einem Gespräch mit dem Bankenverband wurde mir bestätigt, dass ESG-Investments bereits seit einiger Zeit der Renner bei den Kunden sind. Dabei geht es nicht nur darum, bestimmte Branchen, Unternehmen oder Staaten zu vermeiden, sondern vor allem Umwelt- und Ressourcen-Schutz sowie gute Unternehmensführung mit einer gezielten Anlage zu stärken.

Sie sehen, liebe SPD, wir vereinen eben doch Ökonomie und Ökologie.

Klar ist, dass mit der Einrichtung dieser besonderen Standards keine kurzfristen Gewinne zu erzielen sind. Dass wollen wir als Staat, als Land Schleswig-Holstein aber auch nicht. Unser Ziel ist eine langfristige Absicherung mit einer anständigen Rendite für unseren Versorgungsfonds und alle übrigen Anlagen des Landes. Dabei wollen wir gleichzeitig unser finanzielles Gewicht als Anleger nutzen, immerhin reden wir über Milliardenbeträge nur für Schleswig-Holstein, um z.B. Investitionen in klimafreundliche Technologien zu unterstützen. Es gibt bereits mehrere Hundert Fonds mit ESG-Kriterien auf dem deutschsprachigen Markt, Tendenz steigend.

Wir können dabei auch vor unserer eigenen Haustür investieren. Medizin- und Gesundheitsthemen, Umwelt- und Klimaschutz, Landwirtschaft oder Unternehmensgründungen und vieles mehr sind möglich.

Beim Thema Brennstoffzelle, Energiespeicher oder bei anderen Energiekonzepten stärken wir mit der richtigen Anlage auch den Standort Schleswig-Holstein.

Mit diesem Antrag wird die Landesregierung gebeten, dem Landtag ein Gesetz zur „Finanzstrategie Nachhaltigkeit in Schleswig-Holstein“, kurz FINISH, vorzulegen. Diesen Entwurf werden wir dann intensiv im Finanzausschuss diskutieren und abwägen. Denn was als nachhaltig, sozial oder ethisch korrekt gilt, muss genau abgewogen werden. Denn wir haben eine große Verantwortung, wie wir mit dem Geld des Landes umgehen.

Vielen Dank.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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