Anette Röttger

Anette Röttger
Kultur, Verbraucherschutz

Bildung | | Nr. 252/19

(TOP 18, 21 und 47) Schulische Schlüsselkompetenzen stärken

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

diesem Tagesordnungspunkt liegen umfangreiche und lesenswerte Berichte des Bildungsministeriums und ein Masterplan zur Mathematik zugrunde, die es alle verdient haben, hier ausführlich beraten zu werden. Wir freuen uns über die Berichte und danken unserer Bildungsministerin Karin Prien und ihrem Haus ganz herzlich für diese geleistete Arbeit.

Wissen und Kompetenzen müssen erworben werden, setzen eine Leistungsbereitschaft voraus und sind unverzichtbar, um sich in einer modernen Gesellschaft zurechtzufinden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, allerdings ist es um das Image von Leistungsbereitschaft gerade im Bereich der Mathematik nicht immer positiv bestellt. Das ist fatal und darf sich nicht weiter verschärfen, zumal sich mit einer zunehmenden Digitalisierung die Dynamik der Wissensentwicklung noch einmal verstärkt hat.

Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die heranwachsende Generation so gut wie möglich auf die vielschichtigen Herausforderungen ihrer persönlichen Zukunft vorzubereiten. 

Bekanntlich ist jeder von uns mit ganz individuellen Begabungen und Talenten ausgestattet. Nicht immer gelingt es, diese zu entdecken und oft braucht es viele Jahre, bis wir Menschen genau das gefunden haben, was wirklich unseren Neigungen und Begabungen entspricht.

Die vorliegenden Bildungsberichte machen es deutlich: Wir in Schleswig-Holstein streben an, dass die Leistungsstarken genauso gefördert werden wie die Leistungsschwachen. Individuelle Begabungen gilt es möglichst früh und oftmals spielerisch zu entdecken, um diese dann mit passgenauen Maßnahmen in einem breiten Netzwerk optimal zu fördern und zu stärken. Nach dem Motto „erkennen-ermutigen-ermöglichen“ ist es unabdingbar, dass alle Beteiligten vom Elternhaus über Kita und Schule in diesen Prozess einbezogen werden. 

Die Landesregierung hat in ihrem Bericht aus dem Dezember 2018 deutlich gemacht, dass für eine Begabungsförderung eine Netzwerkstruktur zwischen allen Schulformen entwickelt worden ist. Das sollte auch dem Antrag der SPD Rechnung tragen.   

Komme ich zu den weiteren Berichten und damit zum Thema Mathe und MINT und unserem Antrag.

Wir brauchen in unserem Land eine hohe Kompetenz in den MINT Fächern, denn genau damit lassen sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft gestalten.

Themen wie Nachhaltigkeit, Energie und Umwelt sind ohne Kompetenzen im MINT Bereich nicht zu lösen. Sie gehören zu den wichtigen Zukunftsfragen.

Wenn jemand in den verschiedenen Übergängen der schulischen Laufbahn oder im Studium scheitert, liegt es oft an einer mangelnden Kompetenz in Mathe. Die Mängel der Studierfähigkeit hat der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Peter-André Alt gerade erst bestätigt.

Dabei zeigt sich, dass es nicht unbedingt ein fehlendes Verständnis für höhere Mathematik ist, was den Schülerinnen und Schülern oder den Studierenden fehlt, sondern in der Regel mangelt es an einer Routine im Umgang mit einfachen Aufgaben im Bereich der Bruch- oder Prozentrechnung. 

Unser Ziel ist es daher, das Image von Mathe und den Spaß daran weiter zu verbessern. Dazu wurde in der Mai Ausgabe von Schule Aktuell auch umfangreich berichtet. Wir wollen, dass all das Gute fortgesetzt wird, das dazu dient, die Mathekompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Das Spektrum reicht von spielerischen Konzepten zur mathematischen Frühförderung, über mathematisch-naturwissenschaftliche Angebote in der Grundschule. Es ist aber auch die Förderung zur Teilnahme an der Mathe-Olympiade mit jährlich 50.000€.

Wer Mathe und MINT für sich entdeckt hat, wird auch Schlüsselkompetenzen erwerben und für die Berufsbereiche in Frage kommen, in denen heute schon ein Fachkräftemangel herrscht.

Schleswig-Holstein landet derzeit im Ländervergleich im guten Mittelfeld, wenn es um die Kompetenzen im MINT Bereich geht. Mit dem Masterplan Mathe stimmt auch die Richtung, denn es gibt zukünftig mehr Zeit für Mathe und Deutsch in den ersten beiden Jahrgangsstufen der Grundschule, Effekte für mehr Zeit zum Lernen und mit der Umstellung auf G9. Das alles ist gut so.

Ich bitte Zustimmung für unseren Antrag. Für die anderen vorliegenden Anträge beantragen wir Ausschussüberweisung. Den noch kurzfristig von der AfD eingereichten Antrag lehnen wir ab.

Vielen Dank.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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