Hans Hinrich Neve

Hans Hinrich Neve
Gesundheit, Ehrenamt, Feuerwehr/Katastrophen­schutz, Kommunales, Landesplanung

Gesundheit | | Nr. 300/18

(TOP 17) Eine wohnortnahe und hochwertige medizinische Versorgung muss sichergestellt werden

Es gilt das gesprochene Wort

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Ich danke dem Sozialminister Dr. Garg für seinen umfangreichen Bericht. Dank auch an Bernd Heinemann für den Berichtsantrag. Somit kommt ein sehr wichtiges Thema in den Mittelpunkt!

Keine Frage: Kinder sind unsere Zukunft. Über Kita und Schulen wird deshalb zu Recht viel diskutiert. Dabei ist die gesundheitliche Versorgung unserer Kinder und Jugendlichen ist eine wichtige Basis. 1977 wurde darum die Bedarfsplanung in der ambulanten Versorgung eingeführt.

Das Ziel sollte sein, die Niederlassung zusätzlicher Ärzte in überversorgten Regionen zu verhindern. Der Maßstab ist das Verhältnis von Ärzten je Einwohner, bezogen auf Landkreise und kreisfreie Städte.

Vieles hat sich jedoch seit 1977 geändert: Das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte ist deutlich gestiegen. Dieses gilt auch für die Kinder- und Jugendärzte. In Schleswig-Holstein gibt es im Rahmen des

Kinderschutzgesetzes ein verbindliches Einladungswesen zu den Früherkennungsuntersuchungen. So bekommen die Eltern eines jeden Kindes mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein von der U4 bis zur U9 zu jeder Früherkennungsuntersuchung eine Einladung vom Landesfamilienbüro. Erfolgt keine Rückmeldung eines Arztes über die Durchführung, so wird mit einem Erinnerungsschreiben auf die Bedeutung der Untersuchung hingewiesen. Geht auch jetzt keine Rückmeldung ein, wird das Gesundheit- oder Jugendamt der Kommune tätig und nimmt persönlich Kontakt auf, um die Familie kennen zu lernen, zu beraten und bei Bedarf entsprechende Hilfe anzubieten. Krankheiten, die früher in Kinderkliniken behandelt wurden, werden heute ambulant behandelt.

Diese Beispiele zeigen, dass die Anforderungen an das System umfangreicher geworden sind. Ob die Bedarfsplanung immer damit Schritt halten kann, ist aber mehr als fraglich. Zumindest hat uns die steigende Geburtsrate in Deutschland positiv überrascht. 2016 wurden 776.883 Kinder in Deutschland geboren. Das sind rund 19 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Der Bedarf ist da. Beschwerden über die aktuelle Situation nehmen zu.

Deshalb muss die Problematik weiter diskutiert werden. Ein Austausch mit der ärztlichen Selbstverwaltung, KVSH und der Ärzteschaft und den Verbänden ist nötig.

Wir müssen dafür sorgen, dass eine wohnortnahe und hochwertige medizinische Versorgung sichergestellt ist.

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Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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