Peer Knöfler

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Berufliche Bildungspolitik

Bildungspolitik | | Nr. 136/18

(TOP 16) Nicht zu Ende gedacht

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Präsident,
liebe Kollegen,

wie so oft in letzter Zeit: schnell mal einen Antrag aus der Schublade gezaubert und nicht zu Ende gedacht oder diesmal vielleicht mit einem bösartigen Hintergedanken?!

So nicht, liebe SPD Fraktion!

Kurz vor der Kommunalwahl hört es sich natürlich richtig gut an, nochmal schnell für alle Schulen in unserem Land bis 2021 leistungsfähiges WLAN zu fordern.

Aber mal ehrlich, liebe SPD, machen wir uns doch nichts vor. Und machen Sie vor allem unseren Bürgern nichts vor: Im Jahr 2016 waren schon rund 63% aller Schulen in unserem Land mit WLAN ausgestattet. Trotzdem können viele nicht damit arbeiten, weil die Endgeräte (Tablets, Computer, etc.) noch fehlen.

Auch für diese Ausstattung, genauso wie für das WLAN, sind die Kommunen zuständig. Das Einzige was Sie als SPD-Fraktion mit ihrem Antrag erreichen, ist in erster Linie Wählertäuschung!

Und in zweiter Linie wird Konnexität ausgelöst. Denn: Wer bestellt, muss auch bezahlen!

Natürlich ist leistungsfähiges WLAN eine wichtige technische Voraussetzung, um moderne Unterrichtskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Die Digitalisierung im Schulalltag ist von enormer Bedeutung. Das erkennen doch auch schon viele Kommunen als zuständige Schulträger und statten ihre Schule seit Jahren mit WLAN aus.

Wie auch Ihnen sicherlich nicht entgangen ist, schafft die Landesregierung derzeit eines der größten öffentlich kostenfreien und für alle zugänglichen WLAN Netze.

Der Modellversuch „digitale Schule“ ist gestellt. Wichtig ist zunächst, die Ergebnisse zu evaluieren und dann die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Wir treten deshalb für eine zügige Ausweitung des Modellversuchs digitale Schule und eine zugige Übertragung der Ergebnisse  auf alle Schulen im Land ein. Zudem ist eine Unterstützung der Schulen bei der technischen Wartung der digitalen Infrastruktur dringend erforderlich.

Und genau da liegt das Problem: Ihr Antrag ist nicht zu Ende gedacht.

Aus diesem Grund beantragen wir die Überweisung federführend in den Wirtschafts-, mitberatend in den Bildungsausschuss, damit dort die digitale und schulische Realität, frei vom Wahlkampf, beleuchtet werden kann.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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