Andreas Hein

Andreas Hein
Energie

Mobilität | | Nr. 323/18

(TOP 14) Mobilität verändern, Klimawandel entgegenwirken

Es gilt das gesprochene Wort

Sperrfrist Redebeginn

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident,
sehr geehrte Damen und Herren,

Sie alle kennen das: Sie stehen mit Ihrem Auto an einer roten Ampel. Gefühlt unzählige Male, und es geht nicht voran. Die Straßen sind verstopft. Sie suchen einen Parkplatz – und drehen unzählige und vor allen viel zu viele Runden.

Das Fazit: Nicht nur Sie und ich als Autofahrer sind genervt, nein, viel schlimmer noch: Unsere Luft wird verschmutzt, es wird unnötig viel Energie verbraucht und diese Verkehrssituation kostet allen viel Zeit. Dass dies vor allem in industrialisierten Ländern wir bei uns ein Problem ist, liegt auf der Hand. Hier will die Jamaika-Koalition ansetzen.

Wir wollen den Verkehrsfluss in Schleswig-Holstein optimieren, wir wollen die Energieeffizienz erhöhen, wir wollen die Emissionen senken, wir wollen Maßnahmen für den Radverkehr fördern und wir wollen möglichst einen CO2-neutralen ÖPNV. Kurzum: Wir wollen saubere Luft in Schleswig-Holstein.

Oberbürgermeister Kämpfer – man höre und staune, einmal Staatssekretär im Umweltministerium – bleibt mit seinen Taten hierzu leider deutlich hinter den Erwartungen zurück. Also geben wir Nachhilfe – und das auch gern!

Hierzu möchten wir einigen Maßnahmen anstoßen und vor allem die Kommunen mitnehmen. Denn die Kommunen sind für den Verkehrsfluss in ihrer Gemeinde und in ihrer Stadt verantwortlich. Das heißt auch: Das Land hat die Kommunen bei dieser Aufgabe noch nicht ausreichend unterstützt, obwohl die Konsequenzen ganz Schleswig-Holstein betreffen.

Hier wollen wir ansetzen und die Kommunen besser vernetzen, Erfahrungsaustausch ermöglichen, eine Bestandsaufnahme erstellen, übergreifende Absprachen fördern und einen wissenschaftlich begleiteten Maßnahmenkatalog erstellen.

Das soll in der Summe auch dazu führen, dass wir über Diesel-Fahrverbote und ähnliches in Zukunft nicht mehr diskutieren müssen, weil sich unter dem Strich die Luftqualität in Städten und Gemeinden verbessern soll.

Und mal ehrlich: Wünschen Sie und ich uns nicht auch weniger Stillstand, wenn wir schon mit dem Auto unterwegs sind? Das wäre zwar auf persönlicher Sicht nur ein angenehmer Luxus-Nebeneffekt, aber auch dieser trägt nicht unerheblich zur Verbesserung der Luftqualität bei. In dem geplanten Maßnahmenkatalog sollen verschiedene Aspekte eine Rolle spielen: Nutzung von Apps für die Parkplatzsuche, Förderung des Radverkehrs, Ausbau der E-Mobilität, auf öffentlicher und privater Ebene.

Erforschung alternativer Antriebe ohne fossile Energieträger, stattdessen mit synthetisch hergestellten Kraftstoffen, die aus erneuerbaren Energien in einem Raffinerieprozess unter Anwendung von ebenfalls aus erneuerbarer Energie hergestelltem Wasserstoff eine Lösung bieten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gibt ein Bild der 5th Avenue in New York, auf dem im Jahre 1900 fast nur Pferdegespanne und ein einziges Auto zu sehen sind. Dazu zitiere ich mit Erlaubnis des Präsidenten: Zitat von Kaiser Wilhelm II: „Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich setze auf das Pferd.“

Gottlieb Daimler: „Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten. Allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.“

12 Jahre später – gleicher Bildausschnitt- ein Pferdegespann sonst nur Autos! Es zeigt doch wie schnell sich Dinge verändern! Worüber wir heute angesichts der Industrialisierung und von weltweit mehr als einer Milliarde Fahrzeugen reden, ist eines der globalen Klimaprobleme.

Soweit es auf regionaler Ebene in unserem Land möglich ist, wollen wir als Jamaika-Koalition die Veränderung von Mobilität und vor allem deren Antriebsformen maßgeblich mitgestalten und dem Klimawandel auf dieser Ebene begegnen. Eine Reihe von Anträgen zur Nutzbarmachung der erneuerbaren Energie und Sektorenkoppelung, also die Nutzung in Wärme, Verkehr oder Industrie, haben wir bereits vorgelegt.

Dieser Antrag soll insbesondere den Verkehrsfluss optimieren, um weiterhin Schadstoffe zu reduzieren und alternative Antriebskonzepte voranzubringen.
Ich bitte um Zustimmung

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Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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