Heiner Rickers

Heiner Rickers
Agrar und Umwelt, Ländliche Räume, Tierschutz

Tierwohl | | Nr. 220/18

(TOP 11) Kakophonie beenden und endlich handeln!

Es gilt das gesprochene Wort

Sperrfrist Redebeginn

Es wird Zeit, dass die Kakophonie um die Einführung einer Haltungskennzeichnung für Fleisch und Milchprodukte endlich beendet wird. Viel zu lange schon wird nur geredet, aber die Angelegenheit kommt in der Sache nicht voran. Jetzt legt die Jamaikakoalition einen Antrag vor in der Hoffnung, damit den Prozess zu beschleunigen.

Im Frühjahr begann ein regelrechter Wettlauf zwischen Handel und Politik um die Einführung einer Kennzeichnung. Den hat der Handel, wie es scheint, für sich entschieden, indem Lidl mit seinem Haltungskompass an den Markt gegangen ist.

Wie stand es eigentlich um die Legitimation?

In einer Umfrage hatte sich eine deutliche Mehrheit von Handel und Gastronomie für eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch ausgesprochen.

Nun hat sich ja auch die GroKo in Berlin auf ein mehrstufiges Tierwohllabel festgelegt. Ihre Anforderungen: verlässlich, einfach und verbraucherfreundlich. Das war es dann aber auch schon, viel mehr ist nicht bekannt, wenn man davon absieht, dass die bundeseinheitliche Regelung frühestens nächstes Jahr an den Start gehen soll.

Einiges spricht dafür, die Klassifizierung, die bei den Eiern schon gilt, zu übernehmen, so wie wir es in unserem Antrag auch vorschlagen. Zum Ersten hat sich der Verbraucher daran bereits gewöhnt, und zum Zweiten würde ein anderes System nur Verwirrung stiften.

Lidl hat eine andere Klassifizierung gewählt und diese anders herum gewählt. Solange der Discounter noch mit seinem System allein am Markt ist, mag das gehen. Ob es langfristig klug war, wird sich zeigen. Immerhin hat Lidl Mut gezeigt, ist voran gegangen und hat gehandelt.

Bisher habe ich nur von Fleisch geredet. Es macht aber Sinn, in diesem Zug auch die Haltungskennzeichnung von Milch mit zu regeln. In diesem Sinne bitte ich um Unterstützung für unseren Antrag, damit Berlin in die Puschen kommt.

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Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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