Hauke Göttsch

Hauke Göttsch
Jagdpolitik

Jakobskreuzkraut | | Nr. 038/17

Rot-Grün ignoriert Fakten und verharmlost die Gefährlichkeit von Jakobskreuzkraut

Es gilt das gesprochene Wort

Sperrfrist Redebeginn

Eine Pflanze beschäftigt uns und die Öffentlichkeit seit über fünf Jahren wie keine andere. Die Fakten zum Jakobskreuzkraut liegen auf dem Tisch: Die Ausbreitung erfolgt weiterhin ungebremst und diese Landesregierung und die Regierungsfraktionen verniedlichen und verharmlosen weiter.

„Jetzt ist die Katze endlich aus dem Sack“ schrieb die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung am 03.11.2016. Was für Ende des letzten Jahres angekündigt war, wurde nun auf Druck schon Anfang November öffentlich: Der Honig in Schleswig-Holstein war im vergangenen Jahr stärker mit Pyrrolizidinalkaloiden (PA) belastet denn je. In drei von vier Proben fand sich das Ultragift. In einem Fall bis zum 130-fachen des Richtwertes.

„Diese Ergebnisse machen mir Sorgen“ wird Minister Habeck in der gleichen Zeitung zitiert. Aber was geschieht konkret? Nichts. Gleichzeitig fordert dagegen das Bundesinstitut für Risikobewertung - aufgrund der extremen Giftigkeit - eine Nulltoleranz für PA. Mit unserem Antrag liegen konkrete Forderungen auf dem Tisch.

Lassen Sie mich im Folgenden kurz auf einige Kernargumente eingehen:

In Ihrem eigenen Erlass – Herr Minister – vom 2. September letzten Jahres an die Landräte heißt es unter der Überschrift „Umgang mit Honig über 140 µg/Kg PA“ (also dem angegebenen Richtwert): “Auch durch Mischen von Honigpartien unterschiedlicher PA-Gehalte kann ein Gehalt unter 140 µg/Kg erreicht werden.“
Herr Minister allein die Erwähnung, das Mischen - oder soll ich sagen Panschen - möglich sei, weil es nicht explizit verboten ist, ist ein an sich schon ungeheuerlicher Vorgang, den Sie als Verbraucherschutzminister so nicht allen Ernstes im Raum stehen lassen können. Und ich frage Sie – vor allem die Grünen – stimmen Sie diesem Umgang mit Lebensmitteln auch in anderen Fällen zu? Ich gehe davon aus „nein“. Und so fordere ich Sie, Herr Habeck, als Verbraucherschutzminister dieses Landes auf: Nehmen Sie diese Formulierung zurück!

Auch ihr Argument PA gebe es ebenso in anderen Pflanzen wie etwa Borretsch oder Wasserdost hinkt in zwei Punkten:

1. Alle diese Pflanzen breiten sich nicht annähernd so aus wie das Jakobskreuzkraut.
2. Was noch viel wichtiger ist: Bei den PA gibt es verschiedene Typen: vom ungiftigen Typ 0 bis zum ultragiftigen Typ III. Wenn man dann weiß, dass der Wasserdost den ungiftigen Typ 0 beinhaltet, wohingegen es beim Jakobskreuzkraut der ultragiftige und Krebs auslösende Typ III ist, so vergleichen Sie die sprichwörtlichen „Äpfel mit Birnen“.

Auch das Argument „mähen bringe nichts, die Pflanze würde umso stärker durchtreiben“ ist Makulatur. Dann muss eben mehrmals gemäht werden, solange bis man das Problem im Griff hat. Bei der Schrobach-Stiftung wird’s doch bereits mit Erfolg praktiziert.

Und zuletzt der ungeeignete Beschwichtigungs-versuch: das Jakobskreuzkraut werde sich in den nächsten Jahren vermutlich rarer machen. Wie kommen sie eigentlich darauf?! Hierfür gibt es nicht den geringsten Beleg! Das Gegenteil ist sogar wahrscheinlicher, wie die vergangenen Jahre zeigen.

Fakten, die nicht in Ihr Weltbild passen, interessieren Sie offenbar nicht. Statt zu handeln, wird beschwichtigt und bagatellisiert. Kümmern Sie sich endlich ernsthaft um die Schaffung eines Grenzwertes. Honig war bisher nicht nur ein gesundes Lebensmittel, sondern sogar ein Heilmittel in der Volksmedizin.

Werden Sie endlich aktiv, der angerichtete Schaden ist bereits groß genug! Sie haben dagegen nicht einmal die von uns im Haushalt geforderte Entschädigung für geschädigte Imker akzeptiert. Wir halten Ihre Politik für falsch. Solange Sie sich aber weiterhin verweigern, werden wir den Finger in die Wunde legen.

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Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
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