Heike Franzen

Heike Franzen
Bildungspolitik

| Nr. 113/2012

Mit Höppners Antwort würde sich die Nord-SPD vom Gemeinschaftsschulkonzept verabschieden – auch seine restlichen Aussagen sind hilflose Schaumschlägerei!

Als „hilflose Schaumschlägerei“ hat CDU-Bildungsexpertin Heike Franzen die heutige (06. März 2011) Antwort ihres SPD-Kollegen Dr. Henning Höppner auf das CDU-Pressegespräch zu den Folgen der bildungspolitischen Planungen der SPD bezeichnet. Es sei bemerkenswert, dass Höppner immerhin die heute von der CDU gelieferten Fakten nicht in Frage stelle. Franzen forderte Höppner auf, seine nicht belegten Behauptungen entweder durch Fakten zu untermauern, oder diese zukünftig zu unterlassen:

„Wenn Höppners Antwort stimmt, dann hat sich die Nord-SPD mit dem heutigen Tage vom Gemeinschaftsschulkonzept verabschiedet“, erklärte Franzen in Kiel. Angesichts der Aussagen des SPD-Wahlprogramms erscheine dies mehr als unwahrscheinlich.

Auch in der Sache seien Höppners Aussagen schlicht falsch. So würden Schleswig-Holsteins Schulen bis 2020/21 ab heute gerechnet nicht 60.000 Schüler verlieren, sondern rund 41.000, da seit 2006 bereits 19.000 Schülerinnen und Schüler das Schulsystem verlassen haben.

Seit der Schulgesetznovelle von CDU und FDP im Jahr 2010 müssen Regionalschulen darüber hinaus anders als durch Höppner behauptet keine abschlussbezogenen Klassen mehr bilden. Franzen: „Das haben wir gemacht, um kleine Regionalschulstandorte erhalten zu können“.

Höppners Behauptung, die CDU wolle 100 Schulen schließen, ist damit eindeutig widerlegt. „Ich fordere den Kollegen Höppner auf, seine Zahlen zu belegen, so wie wir es bei jeder einzelnen Schule tun können. Ansonsten betreibt er hilflose Schaumschlägerei, um von den SPD-Plänen abzulenken“, so die CDU-Bildungsexpertin. Es sei bemerkenswert, dass Höppner immerhin die heute von der CDU gelieferten Fakten nicht in Frage stelle.

Die CDU habe heute morgen im Pressegespräch klar gestellt, dass sie sich an die geltenden Mindestschülerzahlen und Vorgaben der Kultusministerkonferenz halten werde. Da Regionalschulen mit geringeren Schülerzahlen auskommen, könnten auch kleinere Schulstandorte erhalten werden.

Gemeinschaftsschulen erforderten schon aufgrund ihres bildungspolitischen Konzepts eine höhere Mindestschülerzahl als Regionalschulen. Dies ergebe sich daraus, dass an Gemeinschaftsschulen neben dem Haupt- und Realschulgang auch Gymnasiasten unterrichtet werden: „Das lässt sich nicht in zwei Parallelklassen organisieren. Mit weniger als 300 Schülern ist ein Gemeinschaftsschulkonzept nicht realisierbar. Herr Höppner sollte mal in seinen alten Reden und Presseartikeln sowie in der Handreichung seiner alten Bildungsministerin nachlesen“, so Franzen.

Franzen zeigte sich mehr als erstaunt, dass der eigentlich sehr sachkundige Kollege Henning Höppner seinen Namen für die Pressemitteilung zur Verfügung gestellt habe. „Dass heute nicht der aktuelle bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Habersaat, nach vorne geschickt wird, zeigt jedem deutlich, woher der Wind weht“, machte Franzen abschließend deutlich.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

Pressemitteilungen filtern

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Mit Klick auf den Button zeigen Sie sich einverstanden. Weiterlesen …
Akzeptieren