| Nr. 051/2008

Ich bin anderer Auffassung als die Bildungsministerin

Mit erheblicher Verwunderung hat der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen CDU-Landtagsfraktion, Dr. Johann Wadephul, heute auf Agenturmeldungen reagiert, nach denen die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) den Vorstoß des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan verteidigt habe, türkische Schulen in Deutschland aufzubauen:

„Ich bin in diesem Fall eindeutig anderer Auffassung als die Bildungsministerin. Denn ich kann nicht erkennen, wie dadurch die Probleme von Zuwanderern bei der Integration in unsere Gesellschaft verringert würden“, erklärte Wadephul heute (15. Februar) in Kiel. Das zentrale Problem bei der Integration sei, dass Zuwanderer die deutsche Sprache nicht beherrschten. Hinzu komme, insbesondere in Großstädten, das Problem der Entstehung von „Parallelgesellschaften“. Diese beiden zentralen Probleme würden durch den Vorschlag eher verschärft, so Wadephul weiter.

Ohne Frage sei es wichtig, dass Migranten ihre Sprache und auch ihre Kultur bewahren dürften: „Das ist in unserem Land eine Selbstverständlichkeit. Wir sollten deshalb nicht den Eindruck erwecken, als seien wir in dieser Hinsicht intolerant“, erklärte der CDU-Fraktionschef.

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