Heike Franzen

Heike Franzen
Bildungspolitik

| Nr. 321/12

Frau Professor Dr. Waltraud Wendes Bildungskonferenz soll nur ein Werbeblock auf Kosten des Steuerzahlers sein!

CDU-Bildungsexpertin Heike Franzen sieht in Art, Inhalt und Verteiler der Einladung zur Bildungskonferenz durch Ministerin Professor Dr. Waltraud Wende die letzten Beweise dafür, dass diese nicht als Austausch, sondern als ganztägiger Werbeblock von ausgewählten Teilnehmern ihrer Sichtweise zu verstehen ist.

„Einladungsverteiler, Einladungspraxis und die Themen der Workshops machen die Bildungskonferenz zum ganztägigen Werbeblock für die Sichtweise der Ministerin. Vom ursprünglich durch die Grünen geplanten Bildungskonvent, der gemeinsam mit Eltern Lehrkräften, SchülerInnen, kommunalen Spitzenverbänden und den Oppositionsfraktionen Empfehlungen für einen breit getragenen Schulfrieden erarbeitet werden sollte, ist nichts übrig geblieben“, erklärte Franzen.

Wie heute bekannt wurde, hatte das Bildungsministerium zumindest einen seit langem etablierten Elternverband erst eingeladen, nachdem dieser die Presse über die Ablehnung seiner Anmeldung informiert hatte. Ausweislich der Anmeldeseite im Internet (http://formix.info/MBW0112) ist die Teilnehmerzahl durch das Ministerium zudem auf 130 begrenzt worden. Interessierten Bürgern, die sich dort angemeldet hatten, sei als Grund für die Austragung aus der Teilnehmerliste mitgeteilt worden, dass es aufgrund einer mittlerweile geschlossenen technischen Lücke für wenige Tage möglich gewesen sei, sich ohne schriftliche Einladung anzumelden.

Auch inhaltlich spreche die Einladung für sich. In vier Workshops solle nach den Vorgaben des Ministeriums unter anderem über die Auswirkung des zweigliedrigen Schulsystems auf die Inhalte des Lehrerstudiums diskutiert werden. Bislang hatte es geheißen, dass mit den Regionalschulen über die Frage der Zwangsumwandlung zu Gemeinschaftsschulen noch gesprochen werden solle.

„Anders als versprochen geht Frau Professor Dr. Waltraud Wende nicht nur mit klaren Vorstellungen in die Konferenz, um über diese mit Fachleuten zu diskutieren. Vielmehr macht sie ihre Vorstellungen zur ausschließlichen Ausgangsbasis für die im Rahmen der Konferenz mit ausgewählten Teilnehmern stattfindenden Überlegungen“, stellte Franzen klar.

Der Dreiklang aus inhaltlicher Vorgabe, Nichteinladung kritischer Stimmen und Begrenzung der Teilnehmer sei ein klarer Beleg dafür, dass diese Veranstaltung nie als offener Austausch angelegt war.

„Ich bin gespannt darauf, wie Frau Professor Dr. Waltraud Wende mit diesem Führungsstil die Beteiligten mitnehmen will. Deshalb werde ich an der Veranstaltung teilnehmen, auch wenn Beiträge zur Herstellung eines echten Schulfriedens laut Tagesordnung nicht vorgesehen sind“, so Franzen abschließend.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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