| Nr. 291/07

Die Erweiterung der Bildungsinhalte um den Bereich Informatik ist grundsätzlich ein richtiger Ansatz

Sperrfrist: Redebeginn
Es gilt das gesprochene Wort

Wir haben es wieder einmal mit einem typischen Dr.-Klug-Antrag zu tun. Eine Fachgruppe äußert sich und schon steht die FDP Gewehr bei Fuß, um ein zusätzliches Unterrichtsfach in den Fächerkanon aufzunehmen, ohne die Voraussetzungen zu klären und ohne Vorschläge, welches andere Fach denn wegfallen könnte. Da die Zeit knapp ist, will ich mich deshalb dem Vorschlag des SPD-BT-Kollegen Bürsch annähern und die Zeit für meinen Redebeitrag freiwillig begrenzen, aber folgende Überlegungen - allerdings nicht abschließend - für die Diskussion im Bildungsausschuss einbringen:

1. Grundsätzlich ist zu überlegen, ob das Fach Informatik der Naturwissenschaft oder der Mathematik zuzuordnen ist, darüber scheinen sich die Gelehrten noch nicht einig zu sein; aus dieser für mich offenen Frage aber ergeben sich weit reichende Konsequenzen für die Einschätzung, ob es als eigenes Fach im Austausch gegen eine Naturwissenschaft in der Sek. 1 und Sek. 2 oder als ein in ein Fach zu integrierendes Element zu betrachten ist.

2. Die Erweiterung der Bildungsinhalte um den Bereich Informatik ist grundsätzlich ein richtiger Ansatz


3. Die Einführung eines BA-MA-Lehramtsstudienganges der Informatik an der CAU ist notwendig auch als Voraussetzung für die Einführung von Informatik als mögliches profilbegleitendes Fach in der Oberstufe des Gymnasiums im Bereich des naturwissenschaftlichen Profils und wird deshalb begrüßt.

4. In den Profilen, wo nur 2 Naturwissenschaften gemäß der KMK-Vereinbarung Pflicht sind, ist deren weitere Reduzierung zugunsten von Informatik bisher nicht vorgesehen.


5. Meines Wissens reicht für die Grundbildung in Informatik ein 2,5-jähriger Lehrgang aus. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob bereits in der SEK. 1 Informatik als Fach angeboten werden sollte und wenn man diese Frage bejaht, wie ein Curriculum im Gymnasium über mindestens 5 Jahre gestaltet werden könnte. Die KMK plant zurzeit keine Bildungsstandards für das Fach Informatik.

6. Tatsache ist aber auch, dass 10 bzw. 11 Bundesländer Informatik als Fach im Wahl- oder Wahlpflichtbereich der Sekundarstufe I überwiegend im Realschul- und Gymnasialbereich anbieten, lediglich in Sachsen ist es Pflichtfach, die anderen Bundesländer integrieren die informatorische Grundbildung in andere Fächer, in 10 bzw. 9 Bundesländern können die Schüler/innen Informatik als Grund- bzw. Leistungskursfach wählen.

Ich denke, diese und weitere sich fachlich wie sachlich ergebenen Fragen sind besser im Bildungsausschuss als heute und hier zu diskutieren.

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Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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