Tobias Koch

Tobias Koch
Fraktions­vorsitzender

| Nr. 318/10

Als Jurist sollte Herr Fürther es besser wissen!

Zur heutigen (20. September 2010) Aussage des HSH-Vorstandsmitgliedes Martin van Gemmeren im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur HSH-Nordbank erklärt der Obmann der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Tobias Koch:

„Bei allem Respekt vor dem Kollegen Fürther: Er als Jurist sollte wissen, dass die von ihm aufgestellte Behauptung, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Berger seien „mit Absicht“ wesentliche Informationen vorenthalten worden“, sich aus der heutigen Zeugenaussage von Martin van Gemmeren niemals ableiten lassen.“

Van Gemmeren habe präzise dargestellt, dass er das von ihm selbst angeforderte entscheidende Memo vom 31. Oktober 2008 am 03. November erhalten und um 16:35 Uhr Herrn Nonnenmacher vorgelegt habe. Die Pressekonferenz von Herrn Berger begann bereits um 15:00 Uhr.

Martin van Gemmeren habe allerdings umfassend und schlüssig die beiden Hauptursachen erläutert, die zur Schieflage der Bank geführt haben: „Als er 2006 zur Bank kam, gab es eine zu hohe Renditeerwartung und ein zu niedriges Risikobewusstsein in der Bank.“

Die gesamte Unternehmenskultur sei im Vorfeld des damals anstehenden Börsenganges auf Absatz ausgerichtet gewesen. Im Ergebnis habe dies dazu geführt, dass auch die Risikokontrolleure sich mehr als Dienstleister denn als Kontrolleure für die Akquise der Bank gesehen hätten. Van Gemmeren habe glaubhaft dargestellt, weshalb die Umstellung dieser rein an Renditeerwartungen ausgerichteten Geschäftskultur langwierig gewesen sei.

Der Fall „Omega“ hätte nach Ansicht van Gemmerens bei einer besseren Organisation der Revision und des Kapitalmarktbereiches vermieden werden können.

„Aufgrund der erheblichen Schwächen des Risikomanagements wurde der Fehler erst aufgedeckt, als es schon zu spät war“, so Koch. Mittlerweile habe die Bank aus diesen erheblichen Schwächen die nötigen Schlussfolgerungen gezogen.

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