Inklusion | | Nr. 253/18

ACHTUNG KORREKTUR (TOP 29) Konkretes politisches Handeln schärft den Blick für Menschen mit Behinderung

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Rede wurde zu Protokoll gegeben 

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste!

Die nationalen Wettkämpfe von Special Olympics Deutschland in unserer Landeshauptstadt Kiel waren ein großartiges Ereignis. In zwanzig Disziplinen haben sich circa 4.500 Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung sportlich gemessen.

Für die Fraktion der CDU im Schleswig-Holsteinischen Landtag möchte ich an dieser Stelle unseren herzlichen Dank an alle Organisatorinnen und Organisatoren sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aussprechen. Sie alle haben einen tollen Job gemacht!

Meine Damen und Herren, die Gründerin von Special Olympics, die US-Amerikanerin Eunice Kennedy-Shriver hat – wie ich finde – sehr gut dargestellt, worauf es bei den Special Olympics ankommt. Ich zitiere: „Bei Special Olympics kommt es nicht auf die stärkste körperliche und psychische Verfassung an. Es ist vielmehr der unbeugsame Wille, seine Handicaps zu meistern. Ohne diese Geisteshaltung ist das Gewinnen von Medaillen wertlos. Doch mit ihr gibt es keine Niederlage.“ – Jede Athletin und jeder Athlet war mit großer Freude dabei. Und alle erbrachten ihr Bestes.

Die Special Olympics, die in diesem Jahr in Schleswig-Holstein stattfanden, habe auch ich als großes Event in Erinnerung – schöne Momente, die ich nicht vergessen werde.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, vor zwei Monaten hatte der Schleswig-Holsteinische Landtag mit Drucksache 19/681 – „Gemeinsam sind wir stark - für eine breite Beteiligung und Unterstützung der Special Olympics in Kiel“ – beschlossen, die Landesregierung darum zu bitten, die nationalen Wettkämpfe zu evaluieren und konzeptionelle Ansätze für weitere Maßnahmen für Sportprojekte für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zu formulieren.

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/00600/drucksache-19-00681.pdf

In unserem heute darauf aufbauenden Antrag wollen wir gemeinsam – Landtag, Landesregierung und Landessportverband sowie die Behindertenverbänden und mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Prof. Ulrich Hase - ein Symposium zur besseren Teilhabe von Menschen mit insbesondere geistiger und mehrfacher Behinderung im Bereich Sport durchführen.

Wir möchten das Thema aus verschiedenen Blickrichtungen beleuchten: Wissenschaft trifft Praxis und Politik. Allein die Thematik grundsätzlich in den öffentlichen Fokus zu nehmen ist wichtig. Aber – meine Damen und Herren – unser Anspruch muss auch sein, den vielen schönen Worten auch Taten folgen zu lassen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit zu den nationalen Entscheidungen von Special Olympics Deutschland möchte ich gern darauf hinweisen, dass wir stets in besonderem Maße mit konkretem politischen Handeln mit dazu beitragen können, ein Bewusstsein für die Belange für Menschen auch mit geistiger Behinderung für eine breite Öffentlichkeit zu schärfen.

Die entstandenen Netzwerke und Kooperationen gilt es aus meiner Sicht nun zu nutzen, um mehr Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung die Teilhabe am Sport zu ermöglichen. Denn – meine Damen und Herren – in diesem Bereich besteht weiterhin großer Handlungsbedarf. Zurzeit gibt es für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung noch zu wenige Zugangsmöglichkeiten zum Sport. Ich finde – dies muss sich ändern!

Und damit dies gelingen kann, ist die Förderung der Arbeit von Special Olympics – im Übrigen auch des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes - zu verstetigen, um die notwendige Begleitung der Sportlerinnen und Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung abzusichern.

Deshalb bitten wir die Landesregierung darzustellen, inwiefern die Arbeit und auch inklusive Sportprojekte von „Special Olympics Deutschland in Schleswig-Holstein e.V.“ und seiner Mitgliedsvereine und Mitgliedsinstitutionen stärker unterstützt werden können.

Unser Ansatz, auch den Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Prof. Ulrich Hase zu bitten, dass Verbände des Behindertensports, einschließlich der Special Olympics Deutschland in Schleswig-Holstein e.V. eine Möglichkeit gegeben wird, in den Landesbeirat zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung als landesweit tätige Selbsthilfeorganisation und Vereinigung von Menschen mit Behinderung (gemäß § 3 der Geschäftsordnung des Landesbeirates) aufgenommen zu werden, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Nur so ist eine Fortentwicklung der Projekte und eine echte Teilhabe möglich!

Meine Damen und Herren, wir wissen, dass bereits der Landessportverband Schleswig-Holstein e.V. ein Inklusionspreis in Höhe von zehntausend Euro jedes Jahr auslobt und viele tolle Projekte im Vereinssport prämiert.

Wir wollen gern noch ein Stück weiter gehen und einen Preis für innovative Inklusionsprojekte im Sport ausschreiben. Es sollen sich schleswig-holsteinische Sportvereine, Behindertenverbände und auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderung beteiligen können. Und sie sollen motiviert werden, nicht nach zu lassen bei dem Versuch, immer neue tolle Ideen zu entwickeln. Die Vereine und die vielen kleinen Initiativen können jede Unterstützung benötigen – auch Geld.

Wir wollen heute mit dem Beschluss des Antrages unseren Beitrag leisten – im Nachgang zu den Special Olympics in der Landeshauptstadt Kiel. Als fachpolitische Sprecherin für Menschen mit Behinderung der CDU-Landtagsfraktion werde ich auch stets ein Augenmerk darauf richten, wie nachhaltig dieses tolle Event bei uns im Norden – bei den Vereinen und den Initiativen – wirkt.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:

Verantwortlich:
Kai Pörksen
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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